18.08.2018 – Landespokal: SG 1951 Sonneberg – ZWÄTZEN 4:2 (2:1) Zuschauer 50

(Veröffentlicht am 20. August 2018) (M.Barich)

…die Idee, den Weg in die Spielzeugstadt auf der Landstraße zu erreichen war gut, die Umstände hingegen mit (roten) Ampeln an Sommerbaustellen frustrierend, so dass Hetzi und ich nach 2,5 Stunden genau mit dem Anpfiff auf der Sportanlage der SG eintrafen. Keine Sekunde zu früh, denn in den ersten 15 Minuten klingelte es gleich dreimal in dieser Partie. Die Führung für unsere Jungs durch Chris Czimmernings (6.min) drehten Fritzlar und A. Marsiske (9.+14.min) zum 2:1 für die Hausherren. Jetzt habe ich aber auch etwas Zeit, um mich hier mal umzusehen, na ja, eine schmucke Anlage inmitten des Altneubaugebietes, gar nicht schlecht. Die gastronomische Versorgung mit Getränken und (unerlässlicher) Bratwurst klappt hier gut, wobei die vertikale Schnitttechnik des Brötchens sehr eigen ist, das kannte ich aber schon vorher. Der Platz befand sich in einem ordnungsgemäßen Zustand, aber auch hier hatte der heiße Sommer seine Spuren hinterlassen…Die Spielauffassungen beider Mannschaften waren völlig unterschiedlich, während die Gäste versuchen, den Ball laufen zu lassen, dominiert bei den Einheimischen die „langer Hafer“ Variante, garniert mit Einwürfen über 50m, die wie Raketen in den Strafraum fliegen. Bei den folgenden Kopfballduellen sehen unsere Innenverteidiger gegen deutlich kleinere SG-Spieler nicht immer gut aus. Das permanente Stören im Mittelfeld behagt unseren Jungs gar nicht, der harte Platz tut sein Übriges. So sieht die Partie insgesamt auch nicht besonders lecker aus. Trotzdem haben wir gute Möglichkeiten zum Ausgleich, den von Keeper Wichmann stark parierten Tauch-Freistoß kann im Nachschuss Chris Czimmernings zum Ausgleich einschießen- macht er aber (leider) nicht. Mehrfach wird über links Fischer geschickt, aber was er auch tut, jedesmal ist die Fahne des Assistenten oben, in der ersten HZ aber mit Sicherheit 4 mal zu Unrecht. Das war eine schwache Leistung des Kollegen an der Linie.
Halbzeit. Wer ist denn eigentlich alles noch da ? U.F., das war klar, auch der Sportdirektor ist dabei, tja und das war es dann bereits. Verstehen kann ich das schon, bei der Entfernung. Ich dachte immer, dass Thüringen ein kleines Bundesland ist, aber die Strecken haben es trotzdem in sich.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs stehen die Einheimischen noch tiefer und harren der Dinge. Was machen die Bianconeri ? Hat Trainer Sander was geändert? Ja, denn nun wird der enge Raum der hoch stehenden Südthüringer besser überspielt, diagonal über rechts und links, das sieht jetzt schon besser aus- jedoch hat auch der Linienrichter auf dieser Platzhälfte kein Erbarmen und winkt fleißig mit seinem Wimpel. Strauß kann’s nicht fassen, auch die Zwätzener Bank wähnt sich ab und an wie Statisten von „und täglich grüßt das Murmeltier“. Die Spielweise der Hausherren nach vorn ändert sich nicht, weiterhin dominiert hier Langholz. Außer, wenn sie die Möglichkeit haben, zu kontern. Das können sie exzellent. Wenige Ballkontakte, genaue Zuspiele, pfeilschnelle Antritte, hier sind die Marsiske-Brüder in ihrem Element. Gelingt ihnen dabei die Entscheidung ? Vorerst nicht, denn in der 65.min steht es plötzlich 2:2. Nach einem weiten Einwurf Hentrichs, verlängert ein Sonneberger unglücklich mit dem Kopf in die eigene Kiste. Jetzt sind wieder die Hausherren dran, A. Marsiske vernascht in der Box zwei Zwätzener , schießt aber knapp vorbei. In der nächsten Situation haben wir erneut Dusel, als ein Kopfball an den linken Innenpfosten prallt, von dort an den rechten Pfosten springt und dann geklärt werden kann. Rüber auf die andere Seite- die Klassevorarbeit Fischers erreicht am langen Pfosten Rudakoff, der 5 m vor dem Tor gerade noch an den Ball kommt und in die kurze Ecke abschließt, Wichmann hält mit Glück und Geschick seinen Kasten sauber. Der direkte Gegenzug bringt die Entscheidung. Im Strafraum wird A. Marsiske angespielt und wie er sich hier gegen zweit Gegenspieler behauptet und einschiebt, ist einfach nur Klasse ! 3:2 (79.min). Das Anrennen der Zwätzener in den letzten 10 min ändert daran nichts mehr. In der Nachspielzeit macht A. Marsiske seinen Dreierpack komplett und stellt den Endstand her 4:2.
Erneut in Südthüringen ausgeschieden wie schon vor Jahresfrist in Hildburghausen. Die spielten übrigens auch an diesem Samstag und zwar gegen unseren nächsten Gegner, den FC Saalfeld. Auch die Feengrottenstädter verloren und sind aus dem Pokal ausgeschieden. Am kommenden Samstag, 25.08.2018 ab 15:00 Uhr treffen also beide Teams in der Liga aufeinander. Für uns ist es das erste Heimspiel in diesem Spieljahr. Ich hoffe, dass an diesem Tag viele Zwätzener Fans und Freunde dabei sein werden und ihre Jungs von draußen unterstützen. Also, bis dahin…